YTT | Āsana – ein Dialog mit dir selbst
- 28. November 2026
- 08:00 - 12:30
Referent*innen
Dr. med. Günter Niessen
- 75.00€
Ort
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Die physische, emotionale und mentale Dimension der Āsanapraxis
Jedes Āsana und jedes Vinyasa stellt uns Fragen. Sind wir dafür offen? Gehen wir in den Dialog mit uns selbst oder spulen wir vertraute Bewegungen mit der immer gleichen Atemführung ab, weil wir sie irgendwann so gelernt haben? Der Körper findet in eine Form, und wir begegnen dabei uns selbst: unserem Ehrgeiz, unserer Ungeduld, unseren Grenzen. Und manchmal einer Gelassenheit, die wir uns gar nicht zugetraut hätten.
Niemals sind wir nach einem Āsana ganz dieselben wie zuvor. Etwas hat sich bewegt. Wie viel davon wir bemerken und mitnehmen, hängt davon ab, wie achtsam wir üben und wohin wir unsere Aufmerksamkeit lenken.
Was wir gemeinsam erforschen
Wir verbinden Anatomie und Physiologie mit dem, was wir heute über Körperwahrnehmung, Emotionen und Selbstregulation wissen. Wie prägen Atem, Muskeltonus und Aufmerksamkeit das, was du in einer Haltung erlebst? Und wie lässt sich dieses Wissen bewusst in Praxis und Unterricht einsetzen?
Āsana als Spiegel
Wenn es anstrengend wird, unsicher oder eng, zeigen sich unsere gewohnten Reaktionen. Auf der Matte können wir sie in Ruhe beobachten, ohne sie gleich bewerten zu müssen.
Āsana als Resonanzraum
Bewegung, Atem und Aufmerksamkeit färben unsere Stimmung, oft schon nach wenigen Atemzügen. Wir üben, emotionale Reaktionen früher wahrzunehmen und beweglicher mit ihnen umzugehen.
Āsana als Übungsfeld
Mut, Gelassenheit und Vertrauen lassen sich üben, Haltung für Haltung. Was du dabei erfährst, reicht weit über die Matte hinaus, hinein in die übrigen 23 Stunden des Tages.
Die Sprache deiner Anleitung
Worte lenken Erfahrung. Du kannst den Krieger als Krieger benennen und die Haltung über die Fußstellung, die Ausrichtung des Beckens und der Arme anleiten. Aber: Āsana und Vinyasa können so viel mehr! Sie sind ein komplexes, menschliches Erlebnis wenn wir sie in Achtsamkeit baden und der Beginn einer Reise zu uns selbst.
Was du mitnimmst
- ein fundiertes Verständnis dafür, wie Haltung, Atem, Gefühl und Konzepte einander beeinflussen
- eigene Erfahrung: Praxis, Wissensvermittlung und Reflexion wechseln sich ab
- Formulierungen und Übungsideen, die du schon in deiner nächsten Stunde einsetzen kannst
Für wen
Für Yogalehrende, Yogatherapeutinnen und -therapeuten sowie Menschen in therapeutischen Berufen, die Āsana in seiner ganzen Tiefe unterrichten möchten und andere darin begleiten, sich selbst klarer wahrzunehmen.
Ein Āsana dauert einige Atemzüge. Was du darin über dich erfährst, bleibt.