300H YOGATHERAPIE AUSBILDUNG

Momentum Regeneration Yogatherapie Programm:
ganzheitlich – individuell – integrativ
für Yogalehrer:innen und erfahrene Praktizierende aus Gesundheitsberufen

Die 300h Momentum Regeneration Yogatherapie Ausbildung verbindet traditionelles Yoga und Ayurveda mit den Erkenntnissen der modernen Medizin und Psychologie. Seit 2009 bilden wir Yogalehrer:innen und langjährig Praktizierende weiter und begleiten sie in ihrer Spezialisierung auf einen individuell ausgerichteten Yogaunterricht für Gesundheit und Regeneration.

Leitung:

Dr. med. Günter Niessen
Katharina Lehman, Heilpraktikerin Psychotherapie
und TEAM

Wie gestaltet sich die Ausbildung?

Unsere Ausbildung:

  • umfasst eine kompakte Struktur von 7 Modulen über jeweils 5 Tage
  • erlaubt dir die flexible Gestaltung des Lernzeitraums europaweit vor Ort und online
  • vermittelt dir ein fundiertes Wissen der funktionellen Anatomie und Pathologie sowie die Grundlagen der Yogatherapie
  • integriert aktuelle medizinische Erkenntnisse, Yoga-Psychologie, -Philosophie, -Ethik und Perspektiven des Āyurveda
  • schult deinen kompetenten Umgang mit spezifischen körperlichen und mentalen Beeinträchtigungen und die realistische Selbsteinschätzung
  • lehrt stilübergreifend Fertigkeiten auf dem Boden des achtgliedrigen Yogaweges nach Patañjali und ist angelehnt an die Lehren von Sri T. Krishnamacharya
Yoga bietet eine große Vielfalt, eigene Ressourcen zu nutzen und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

Woran wirst Du merken, dass dich unsere Ausbildung weitergebracht hat?

Die Ziele:

  • mit dem neu gewonnenen Wissen kannst du Yoga ganzheitlich und lebensnah in den modernen Alltag integrieren und zielgerichtete Übungssequenzen gestalten
  • körperliche, geistige und seelische Kraftreserven aufbauen und die natürliche Balance wiederherstellen, angepasst an die individuellen Bedürfnisse
  • Yoga für alle Menschen unabhängig von Alter, gesundheitlicher Verfassung oder kulturellem Hintergrund zugänglich machen
  • deiner individuellen Fürsorge für Gesundheit und Wohlbefinden im Gruppen- und Einzelunterricht Präzision und Klarheit verleihen

Einzelstunden:

Einzelstunden sind die ursprüngliche Lehrmethode des Yoga. Im Zentrum steht die wertschätzende und aufrichtige Begegnung und das wohlwollende, schmerzfreie und zielgerichtete Yoga-Üben. Ein wachsendes Verständnis für die eigene Körpersprache und den inneren Dialog stellt sich ein und in der Selbstwahrnehmung öffnet sich ein Weg hin zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. So entsteht Raum für Selbstwirksamkeit und neue Handlungsmöglichkeiten.

*Im Einzelunterricht dürfen wir weder Diagnosen stellen noch den Arztbesuch ersetzen.

Für jeden Menschen gibt es ein stimmiges Yoga, das ganz und gar das Eigene ist, effizient, kraftvoll und sicher.

Wie machen wir dir das Lernen leicht und erweitern deinen Erfahrungsschatz?

Unser Vorgehen:

  • viele Praxiseinheiten zur Selbsterfahrung greifen in lebendigem Wechsel ineinander mit spannenden Vorträgen
  • in der Interaktion und der Ausarbeitung von Fallbeispielen lernst du das Körperlesen und die Gestaltung zielgerichteter yogatherapeutischer Interventionen
  • unser funktioneller Ansatz bietet ein klar strukturiertes Vorgehen, mit dem wir Yoga undogmatisch und effektiv einsetzen, um den Bedürfnissen und Zielen des individuellen Menschen gerecht werden
  • du bekommst ausführliche Skripte zur Vor- und Nachbereitung sowie Audio-Aufzeichnungen des besuchten Moduls und Zeichnungen der Yogapraxen
  • spezifische Fragebögen vertiefen deinen Fokus und die Reflektion und unterstützen dich, mit eigenen Notizen dein Seminartagebuch zu gestalten
  • regelmäßige Mentoring-Angebote erweitern dein Wissen und fördern den anwendungsbasierten Austausch
Durch eine regelmäßige und individuelle Yogapraxis können wir im Leben das zurückerlangen, was uns fehlt, sei es Gesundheit, Vertrauen oder Lebensfreude

Die Anerkennung:

Unser Ausbildungsprogramm entspricht den internationalen Richtlinien der 300+ Stunden Anerkennung durch die Yoga Alliance®. Wir befinden uns derzeit als registrierte Yoga Schule (RYS300) im Zertifizierungsverfahren. Das Gesamtzertifikat kann bei der Yoga Alliance® eingereicht werden, wenn du dort als registrierte:r Yogalehrer:in (RYT200) eingetragen bist (gebührenpflichtig).

Achtung: Diese Zertifikate 300h berechtigen nicht zum Tragen des Titels “Yogatherapeut”, sondern weisen lediglich auf die Teilnahme an einer yogatherapeutischen Ausbildung hin.

Wir erwarten 100% Anwesenheit während der Module und bescheinigen den erfolgreichen Abschluß nach der vollständig absolvierten Abschlusswoche (Modul 7).

Die Module sind auch einzeln buchbar, Teilnehmer ein entsprechendes Zertifikat.

Die Kosten:

betragen insgesamt 4.400€
Die Module kosten 610,00€, die Abschlusswoche Modul 7 inklusive der Abschlussarbeit für die 300 Stunden Zertifizierung 740,00€. In anderen Ländern fallen gegebenenfalls zusätzliche Steuern an.
Modul 1: Lendenwirbelsäule, Becken und untere Extremitäten
  1. Lebensbereiche und Fertigkeiten des Bewegungssystems
  2. Funktionelle Anatomie der Lendenwirbelsäule, der Becken- und Hüftregion sowie der Knie und Füße
  3. Praktische Erforschung der relevanten Skills in der funktionellen Āsana-Anatomie
  4. Beobachtung der Körperstruktur und -funktion in Haltung und Bewegung
  5. Verbindung zwischen Yogamatte und Alltag
  6. Systematische Darstellung der verschiedenen Erkrankungen der Lendenwirbelsäule, des Beckens und der unteren Extremitäten und ihrer besonderen Relevanz für Yogalehrer:innen:
    • Welche Probleme und Erkrankungen sind häufig?
    • Umgang mit verschiedenen Störungen
    • Typische Symptomatik der wichtigsten Krankheiten und daraus folgende Do’s and Don’ts für die Yogapraxis

    Wir besprechen die Yogapraxis für Menschen mit:

    • Instabilität bei Gleitwirbeln, Haltungsanomalien und Störungen der Facettengelenke
    • Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule
    • Störungen im Bereich der Iliosakralgelenke (ISG)
    • Erkrankungen der Weichteile – Faszien, Bänder, Sehnen, Muskulatur
    • Hüftimpingement, Hüftarthrose und der Umgang mit Endoprothesen
    • Kniegelenksarthrose, Meniskus- und Bandverletzungen, Knieendoprothese
    • Erkrankungen der Füße, Fußgewölbe und der Zehen
  7. Erarbeiten eines funktionsorientierten Vorgehens mit Richtlinien und Vorschlägen beim Umgang mit Menschen mit Problemen des Bewegungssystems
    • sinnvolle, individuelle Anwendung der Werkzeuge des Yoga bezogen auf Bewegung und Atmung
    • Verständnis und Anwendung der Neutralstellung der Wirbelsäule, Rumpfstabilität, Gewebestimulation
    • Bedeutung von Alltag und Entgiftung
  8. Relevante Informationen für Yogalehrer:innen über moderne Behandlungsansätze
  9. Integration der klassischen Yoga-Methoden von Krishnamacharya und den modernen medizinischen Konzepten – Schmerzfreiheit, Achtsamkeit, Selbstverantwortung, Mobilität, Stabilität, Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Flexibilität, Ausrichtung, Koordination, Balance
Modul 2: Brust- und Halswirbelsäule, Schultergürtel, Arme und die Anatomie der Atmung
  1. Funktionelle Anatomie und Funktionen der Hals- und Brustwirbelsäule, Schultergürtel, Ellenbogen, Handgelenke und Hände
  2. Anatomie und Funktion der Atmung, des Beckenbodens und der Bandhas
  3. Praktische Erforschung der funktionellen Anatomie dieser Bereiche in der Asanapraxis
  4. Beobachtung der Körperstruktur und -funktion in Haltung und Bewegung
  5. Systematische Darstellung der Erkrankungen der oberen Wirbelsäule und oberen Extremitäten mit Relevanz für Yogalehrer/innen.
    Wir besprechen die Yogapraxis für Menschen mit:
    • Skoliose und Osteoporose
    • Brustwirbelsäulenkyphose und funktionelle Beschwerden
    • Schulter-Nacken- und Kopfschmerzen
    • Problematiken der Facetten- und Unkovertebralgelenke
    • Instabilität bei muskulärer Dysbalance und Fehlhaltung
    • Zervikaler Bandscheibenvorfall
    • Rotatorenmanschetten- und Impingement Syndrom
    • Epicondylitis (Tennis- und Golferellenbogen)
    • Karpaltunnelsyndrom
    • Fingerpolyarthrose
  6. Funktionsorientiertes Vorgehen und Richtlinien im Umgang mit erkrankten Menschen im Yoga insbesondere bezogen auf Bewegung und Atmung
  7. Relevante Informationen für Yogalehrer:innen über moderne Behandlungsansätze
  8. Integration der klassischen Yoga-Methoden von Krishnamacharya und den modernen medizinischen Konzepten – Schmerzfreiheit, Achtsamkeit, Selbstverantwortung, Mobilität, Stabilität, Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Flexibilität, Ausrichtung, Koordination, Balance
Modul 3: Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Physiologie und Sequenzierung der Atmung, Grundlagen von Pranayama
  1. Physiologie der Atmung
  2. Funktioneller Ansatz zur sicheren und regenerativen Modulation der Atmung
  3. Achtsamkeitspraxis der Atemwahrnehmung und Atemlenkung,
  4. Beeinflussung der Atmung durch Schwerkraft, Körperhaltung oder -stellung, Muskelaktivität und Entspannung
  5. Erleben verschiedener Atemmuster, Analyse und Modifikation dieser Muster durch Asana mit angepasster Anwendung an die Bedürfnisse des Übenden
  6. Fortschreitende, physiologische Entwicklung der Atmung (Vinyasa krama der Atmung), Atemräume, Atemvertiefung bzw. Atemverlängerung
  7. Anwendung von Tönen und Chanten in der individuellen Atemarbeit
  8. Einführung in den Ansatz Krishnamacharyas und den Yogasutren zur Atmung
  9. Praktische Anwendung und ganzheitlicher Ansatz von Atmung und Bewegung bei respiratorischen und kardiovaskulären Störungen bzw. Krankheitsbildern.

    Wir besprechen die Yogapraxis für Menschen mit:

    • Asthma
    • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung und andere Atemwegsbeschwerden
    • Störungen des Blutdrucks
    • Herzschwäche, Koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt
  10. Sicherheit im Yogaunterricht bei Übenden mit Herz-Kreislauf- und Atemerkrankungen
  11. Fallstudienbasiertes Erlernen der Begleitung von Menschen mit Problemen des Atem- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen unter ganzheitlichen Gesichtspunkten
  12. Praktisches Üben des funktionellen Ansatzes bei Menschen mit Problemen.
Modul 4: Einführung in Pranayama, Hirnleistungsstörungen, Darmerkrankungen, Yoga im Alter, Einführung in das Ayurveda
  1. Sicherheitsüberlegungen im Yogaunterricht bei Störungen des Gleichgewichts, Hirnleistungsminderungen und Bewegungsstörungen
  2. Fertigkeiten zur Beobachtung und Einschätzung vorhandener Möglichkeiten zur Stärkung der Resilienz und Anregung der Regeneration
  3. Erarbeiten sinnvoller, realistischer Ziele bei neurologisch-internistischen Störungen
    Wir besprechen die Yogapraxis für Menschen mit:
    • Schlaganfall und begleitenden neurologischen Ausfällen
    • Parkinson-Krankheit
    • Multiple Sklerose
    • Chronisches Müdigkeitssyndrom
    • Menstruationsbeschwerden
    • Reizdarmsyndrom, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa
  4. Ernährungsgrundlagen zur Darmgesundheit unter Berücksichtigung des Mikrobiom
  5. Von āsana zu prānāyāma zur Anregung der Regeneration
    • Formen von Pranayama
    • Aufbau von Pranayama im therapeutischen Kontext
    • Einführung in die Grundlagen des Ayurveda, Relevanz der doshas und Konstitution
  6. Effektives Gestalten von Abfolgen im Einzelunterricht für die Einzelsitzung und Verlaufsplanung
  7. Visualisierung und Imagination als Werkzeuge in der Yogapraxis
  8. Yoga mit älteren Menschen
  9. Fallbasierte Anwendung des funktionellen Ansatzes in Einzelstunden.
Modul 5: Yoga-Psychologie und -Philosophie: Mentale Dysbalancen und Abhängigkeit, Pranayama und Meditation
  1. Klassische Yoga-Konzepte und -Texte mit Relevanz für die geistige Gesundheit
    • Bedeutung des vṛtti-samskāra Zyklus in unseren Lebensgewohnheiten
    • Gunas als Qualitäten des Lebendigen: satva, rajas, tamas
    • Die Rolle von citta vṛtti nirodha und den kleśas
    • Die Relevanz von tapas, vairāgya und den yamas
  2. Achtsamkeit – mindfulness (smṛti-sādhana)
    • Fokus und Stille
    • Achtsamkeit in Asana, Atmung und Alltag
  3. Kognitive Umstrukturierung: Pratipakṣa bhāvana
    • Untersuchung des inneren Dialoges aus yogischer Sicht
    • Yoga im Verhältnis zur modernen Kognitiven Verhaltenstherapie
  4. Tamasische Störungen: Niedergeschlagenheit und Abhängigkeit
    • Überblick über die moderne psychologische Perspektive
    • Leichte versus schwerere Krankheitsverläufe
    • Bedeutung und Rolle des Yoga im therapiebegleitenden Zusammenhang
  5. Entwicklung einer holistischen Yogapraxis zur Begleitung bei psychischen Problemen
  6. Sicherheitsrichtlinien für YogalehrerInnen und Gestaltung der Lehrer-Schüler-Beziehung
  7. Praxisorientiertes Lernen an Fallbeispielen
Modul 6: Yoga-Psychologie und -Philosophie: Stress und Angststörungen, Pranayama und Meditation
  1. Prioritäten der Entwicklung von Fertigkeiten und Prinzipien im Umgang mit Menschen mit Angst und Stresserkrankungen
    • Überblick über Aspekte der modernen Psychiatrie, Psychologie und Neurowissenschaften
    • Bandbreite möglicher weiterer Erkrankungen wie Zwänge, Traumata, Essstörungen
    • Ressourcenorientierte Ansätze aus der Positiven Psychologie, Embodiment, Resilienz
  2. Anwendung von klassischen Texten und spezifischen Yogatechniken zur Unterstützung der geistigen Gesundheit: Meditation, Pranayama, Mantra, Bhāvana und Rituale
    • Metta-Meditation des Yogasūtra: Maitrī-Karuṇā-Mudita-Upekśā Bhāvana
    • Lebenssinn und Hingabe: īśvara praṇidhāna
    • Kreislauf der Gedanken und Handlungen: Erkennen des vṛtti-samskāra Zyklus
    • Die Lösungsvorschläge des Yogasūtra: Kriyā Yoga des Patanjali
    • Anwendung von Pratyāhāra
    • Die Rolle von Tapas, Vairāgya und den Yamas und Niyamas
  3. Entwicklung einer holistischen Yogapraxis bei Menschen mit Angst- und Stresserkrankungen
  4. Entspannungstechniken im Yoga
  5. Sicherheitsrichtlinien für Yogalehrer:innen
  6. Praxisorientiertes Lernen an Fallbeispielen
Modul 7: Abschlusswoche - Gesundheit aus ganzheitlicher Perspektive

Zwölf Bereiche des Wohlbefindens: Gesundheit aus ganzheitlicher Perspektive und die integrative und individuell gestaltete Yogapraxis

  1. Integration, Überblick und Ausblick
  2. Praktische Fallstudien zu Gesundheitsstörungen aus allen Bereichen
  3. Analyse und Anwendung von Variationen für Asana, Pranayama und Meditation im Hinblick auf verschiedene Problemstellungen
  4. Bedeutung und Umgang mit akuten und chronischen Schmerzen
  5. Chronische Erkrankungen wie Diabetes, Schmerzsyndrome, Begleitung von Krebserkrankten in verschiedenen Stadien der Genesung und Menschen am Lebensende
  6. Gesprächsführung und aktives Zuhören im Einzelunterricht
  7. Ganzheitliche Begleitung und Kombination von Zielen für den Körper, die Atmung und den Geist
  8. Praktische Übungsabläufe für verschiedene gesundheitsfördernde Ziele

Auf der Basis der Vor- und Nachbereitungsfragen vorhergehender Module wird eine Abschlussarbeit erstellt, die sich aus der Beantwortung von Multiple choice Fragen, einem Essay und 2 Fallbeschreibungen zusammensetzt. Nach erfolgreicher Abgabe wird das Momentum Regeneration Yogatherapie 300 Stunden Zertifikat ausgestellt.

Das in dieser Ausbildung gelernte kannst du danach in Gruppen und im Einzelunterricht gezielt auf die Bedürfnisse, Erkrankungen – also auf jeden Einzelnen anwenden. Durch die vielen Praxiseinheiten ist dies leicht umsetzbar.

Antworten auf häufig gestellte Fragen findest du hier: FAQ

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